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Lohnt der Umstieg von der V-Strom 650 auf die F 850 GS?

Lohnt der Umstieg von der V-Strom 650 auf die F 850 GS?

Lohnt der Umstieg von der V-Strom 650 auf die F 850 GS?

Lohnt der Wechsel zur F 850 GS? Nach rund 22.000 Kilometern auf der Suzuki ist der Auslöser klar benannt: Nach vier bis fünf Stunden Fahrzeit, selbst mit stündlichen Pausen, wird es für viele auf der V-Strom unangenehm. Der Wunsch ist also nicht mehr Leistung oder Geländetauglichkeit, sondern schlicht mehr Reisekomfort auf langen Etappen. Das ist eine gute Ausgangslage, um die beiden Konzepte sachlich gegenüberzustellen.

Zwei unterschiedliche Philosophien

Die Suzuki V-Strom 650 ist ein bewährtes, robustes Reise-Motorrad mit V2-Motor, das seit Jahren für seine Zuverlässigkeit geschätzt wird. Die Sitzposition ist grundsätzlich entspannt ausgelegt, doch Serien-Sitzbank und Windschutz gelten unter Vielfahrern häufig als Schwachstellen, gerade wenn zu zweit über mehrere Stunden am Stück gefahren wird.

Die BMW F 850 GS setzt dagegen von Haus aus stärker auf Langstrecke im Duo. Der Parallel-Twin mit seinem ungleichmäßigen Zündabstand sorgt für einen angenehmen Motorlauf, der sich auf langen Etappen weniger ermüdend anfühlt als viele Zweizylinder-Konkurrenten. Die hochwertigeren Fahrwerkskomponenten, der optimierte Windschutz und vor allem der riesige BMW-Zubehörmarkt für Komfortsitze und Tourenscheiben machen sich auf einer Reise mit Sozia spürbar bemerkbar. Eine Alternative dazu ist , sich die originale Sitzbank nach den individuellen Bedürfnissen anpassen zu lassen

Was der Umstieg konkret bringt

Für das beschriebene Problem, Ermüdung nach vier bis fünf Stunden zu zweit, sind vor allem drei Punkte relevant:

Sitzposition und Ergonomie. Die F 850 GS bietet ab Werk mehrere Sitzhöhen sowie optional eine Komfortsitzbank für Fahrer und Beifahrer. In Kombination mit dem optionalen BMW-Ergonomie-Zubehör oder verstellbaren Fußrasten aus dem Zubehörhandel lässt sich das Motorrad deutlich individueller auf Fahrer und Beifahrer anpassen als die V-Strom.

Windschutz. Wer die F 850 GS mit einer verstellbaren Tourenscheibe oder dem Windschutz der Adventure-Variante ausrüstet, merkt bei wechselnden Geschwindigkeiten und hoher Zuladung einen echten Unterschied. Der Winddruck wird deutlich besser von Helm und Oberkörper des Duos abgeleitet

Fahrwerksabstimmung für Zuladung. Das Fahrwerk der F 850 GS ist von Haus aus großzügiger dimensioniert und lässt sich, etwa über das optionale elektronische Fahrwerk, gezielt auf Beladung mit Sozius und Gepäck abstimmen. Das wirkt sich direkt auf die Stabilität und damit auf das subjektive Komfortempfinden über lange Strecken aus.

Was gegen einen Umstieg spricht

Ein Wechsel ist trotzdem kein Automatismus. Die F 850 GS ist in der Anschaffung spürbar teurer, auch gebraucht, und Wartung sowie Ersatzteile liegen in vielen Märkten über dem Niveau der V-Strom. Wer mit der Suzuki technisch zufrieden ist und nur unter dem Komfort leidet, sollte zuerst prüfen, ob sich das Problem nicht schon mit gezielten Anpassungen lösen lässt: eine bessere Sitzbank, eine höhere oder breitere Windschutzscheibe sowie eine Federbein-Anpassung auf das tatsächliche Fahrergewicht plus Sozia können einen großen Teil der beschriebenen Beschwerden beheben, oft für einen Bruchteil der Kosten eines Modellwechsels.

Erst wenn diese Maßnahmen ausgereizt sind und der Wunsch nach mehr Fahrwerksreserven, besserer Windabweisung ab Werk und einem insgesamt reisetauglicheren Gesamtpaket bleibt, rechtfertigt das die höhere Investition in eine F 850 GS.

Fazit

Wer mit der V-Strom 650 vor allem an der Langstreckenkomfort-Grenze zu zweit ankommt, trifft mit der F 850 GS grundsätzlich die richtige Wahl, denn genau darauf ist sie stärker ausgelegt. Bevor jedoch ein kompletter Modellwechsel ansteht, lohnt sich ein Blick auf Sitzbank, Scheibe und Federbein-Setup der vorhandenen V-Strom, denn oft steckt der Komfortgewinn schon in diesen deutlich günstigeren Details.

Joe

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