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Rasselnder Motor und Metallspäne im Öl: Wenn die F 750 GS Alarm schlägt

Rasselnder Motor und Metallspäne im Öl: Wenn die F 750 GS Alarm schlägt

Rasselnder Motor und Metallspäne im Öl: Wenn die F 750 GS Alarm schlägt

Folgendes Problem kennt vielleicht der eine oder andere: 750 GS Baujahr 2020 mit rund 40.000 Kilometern auf der Uhr; ein Rasselgeräusch aus dem Motor, das sowohl im kalten als auch im warmen Zustand auftritt, dazu häufige Fehlzündungen und - am beunruhigendsten - Glitzerpartikel und größere Metallstücke am magnetischen Ölablassstopfen.

Das ist genau die Art von Fund, bei der du den Motor nicht einfach weiterlaufen lassen solltest. Metallabrieb am Magnetstopfen ist normal in Spuren, aber “Glitzer und größere Stücke” beschreibt etwas anderes als den üblichen feinen Belag, den fast jeder Motor mit der Zeit ansetzt.

Was hinter den Symptomen stecken kann

Die 853-ccm-Parallel-Twins der F 750/850 GS (und auch F 800 GS/GT/R) teilen sich einen Motorkern, der schon in verschiedenen Foren und Werkstattberichten mit ein paar bekannten Schwachstellen auffiel. Die Kombination aus Rasseln, Backfire und Metall im Öl deutet auf einen von mehreren möglichen Verursachern hin:

  • Ventiltrieb/Nockenwelle: Verschleiß an Nockenwellenlaufflächen oder Kipphebeln erzeugt oft genau dieses klappernde, rasselnde Geräusch - unabhängig von der Motortemperatur. Abgetragenes Material aus dem Ventiltrieb landet direkt im Ölkreislauf.
  • Steuerkettenspanner: Ein nachlassender oder defekter Kettenspanner sorgt für ein rhythmisches Rasseln, besonders im Leerlauf, und kann durch eine leicht verschobene Steuerzeit auch Fehlzündungen im Auspuff (Backfire) begünstigen.
  • Pleuellager: Deutlich seltener, aber bei größeren Metallstücken statt feinem Abrieb nicht auszuschließen - das wäre der ernsteste Fall und macht in der Regel eine Motoröffnung nötig.

Ohne den Motor zu öffnen oder eine Ölanalyse im Labor zu machen, lässt sich das aus der Ferne nicht sicher unterscheiden. Genau deshalb lohnt sich hier kein Rätselraten auf eigene Faust.

Was du in so einem Fall tun solltest

Wenn du selbst Metallpartikel am Ölablassstopfen entdeckst, sind das die sinnvollsten nächsten Schritte:

  1. Motor sofort stilllegen. Weiterfahren mit metallhaltigem Öl im Kreislauf verschlimmert einen bestehenden Schaden fast immer.
  2. Ölfilter aufschneiden lassen. Der Filter fängt oft noch mehr Abrieb ab als der Magnetstopfen und gibt zusätzliche Hinweise auf Menge und Art des Materials (Aluminium, Stahl, Bronze).
  3. Zur BMW-Werkstatt, nicht zur freien Werkstatt um die Ecke. Bei einem Fahrzeug mit erst 40.000 km ist eine Kulanzregelung durchaus im Bereich des Möglichen, besonders wenn eine Serienschwäche vorliegt. Das lässt sich nur über die Marke selbst klären.
  4. Fehlerspeicher auslesen. Falls die Fehlzündungen mit einer Zündaussetzererkennung einhergehen, gibt das der Werkstatt einen konkreten Ansatzpunkt.

Vorbeugen ist einfacher als reparieren

Für alle anderen F-GS-Fahrer aus diesem Anlass ein guter Moment für einen Reality-Check: Wann hast du zuletzt den Ölablassstopfen wirklich angeschaut, nicht nur das Öl gewechselt? Ein Blick auf den Magneten bei jedem Ölwechsel kostet keine zwei Minuten und ist die einfachste Frühwarnung, die du hast. Bei einem Motor, der ohnehin für längere Touren gedacht ist, lohnt sich diese Gewohnheit - genauso wie das übrige Zubehör, das du dir bei Hornig für deine GS anschauen kannst, wenn es um die nächste große Fahrt geht.

Joe

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