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BMW Motorrad steigt bei E-Offroad-Start-up Venna ein

BMW Motorrad steigt bei E-Offroad-Start-up Venna ein

BMW Motorrad steigt bei E-Offroad-Start-up Venna ein

Diese Nachricht kommt ohne große Bühne daher, könnte aber spannend werden: BMW Motorrad beteiligt sich an Venna, einem jungen Unternehmen, das leistungsstarke Elektromotorräder für den Offroad-Einsatz entwickelt. Mit unseren F- und G-Modellen hat das auf den ersten Blick wenig zu tun. Auf den zweiten Blick lohnt sich aber ein genauerer Blick, denn es zeigt, wohin sich die kleine und mittlere Klasse bei BMW bewegen könnte.

Was genau ist passiert?

BMW Motorrad wird Anteilseigner bei Venna. Das Start-up bleibt dabei eigenständig. Beide Seiten wollen ihr Know-how in ausgewählten Bereichen bündeln. Venna soll von der Entwicklungs- und Industrialisierungskompetenz sowie der internationalen Präsenz von BMW profitieren. BMW wiederum bekommt Zugang zu neuen Technologien und neuen Zielgruppen.

Konkrete Projekte, die aus der Partnerschaft entstehen, hat BMW bisher nicht genannt. Wer also schon ein BMW-Elektro-Crossmotorrad im Showroom sieht, muss sich noch gedulden.

Wer steckt hinter Venna?

Hinter der Marke steht Flux Performance. Das Unternehmen wurde 2021 in Slowenien gegründet und ist inzwischen auch in Kalifornien zu Hause. Gründer Marko Ukota, heute CEO von Venna, ist ehemaliger Supermoto-Meister in Slowenien und Italien. Gemeinsam mit zwei Aerospace-Ingenieuren legte er den Grundstein.

Bemerkenswert ist das Team drumherum. CTO César Ferreira arbeitete zuvor bei Stark Future und hatte Stationen bei KTM und AJP. Außerdem werden Marc Fenigstein, Gründer von Alta Motors, und Karl Ytterborn, Mitgründer von CAKE, mit Venna in Verbindung gebracht. Das ist viel Erfahrung im Bereich elektrischer Antriebsstränge.

Die Flux Primo als Technologieträger

Das bekannteste Projekt aus der Flux-Zeit ist die Flux Primo, ein elektrisches Offroad-Motorrad, das 2023 vorgestellt wurde. Leistungsmäßig sollte sie auf dem Niveau einer 450er-Enduro oder Motocross-Maschine liegen, angegeben waren 85 PS Spitzenleistung. Dazu gab es Ideen wie eine virtuelle Kupplungsfunktion und ein eigenes Bedienelement für die Rekuperation. In Serie ging die Primo allerdings nie. Ob ihre Technik in ein künftiges Venna-Modell einfließt, ist offen.

Was heißt das für uns?

Elektrische Offroad-Motorräder gelten als Wachstumssegment, und sie sprechen eine junge Zielgruppe an, die der Motorradbranche dringend gut täte. Genau hier setzt BMW an.

Für uns F-Fahrer ist das aus zwei Gründen interessant:

  • Der Einstieg in die Szene. Wer mit einem leichten Offroad-Bike anfängt, kommt später vielleicht bei einer G 310 GS oder einer F 850 GS an. Je mehr junge Leute BMW früh erreicht, desto mehr Nachwuchs gibt es für unsere Klasse.
  • Die kleine Twin-Baureihe wächst. Erst vor Kurzem hat BMW mit der F 450 RR die kleine Twin-Familie um einen verkleideten Supersportler erweitert. Die Marke bewegt sich also spürbar im leichten, handlichen Bereich. Eine Offroad-Elektro-Kompetenz würde dazu passen.

Ob daraus eines Tages ein BMW-Elektro-Crosser oder eine Enduro wird, wissen wir nicht. Spekulieren wollen wir lieber nicht, aber wir bleiben dran.

Unser Fazit

Venna bringt Elektro-Know-how, BMW bringt Entwicklung, Fertigung und Vertrieb. Auf dem Papier ergänzen sich beide gut. Entscheidend ist, was am Ende wirklich auf die Räder kommt. Bis dahin gilt: Eine Beteiligung ist noch kein Motorrad, aber sie zeigt, dass BMW im leichten Offroad-Segment mehr vorhat, als nur die bekannten Verbrenner zu pflegen. Wir halten dich auf dem Laufenden.

Joe

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